BIONIK – Bidirektionale Schnittstelle zwischen Neuroorthesen und Nutzenden zur interaktiven Kontrolle

Projektbeschreibung

Menschen mit neurologisch bedingten Bewegungseinschränkungen, etwa nach Schlaganfall oder bei neurodegenerativen Erkrankungen, sind häufig auf orthotechnische Unterstützung angewiesen. Aktive Neuroorthesen können motorische Funktionen teilweise wiederherstellen, bieten bislang jedoch meist keine sensorische Rückmeldung an die Nutzenden. Dies führt zu eingeschränkter Bewegungsqualität und einer erhöhten kognitiven Belastung.

Das Forschungsvorhaben BIONIK untersucht neurotechnologische Schnittstellen für eine bidirektionale Kommunikation zwischen Nervensystem und Orthese. Im Mittelpunkt steht die sensomotorische Rückkopplung durch vibrotaktile Reize, die Bewegungsinformationen über das somatosensorische System zurückmelden. Ergänzt wird dieser Ansatz durch adaptive Sensorik, lernfähige Algorithmen und Shared-Autonomy-Konzepte, um die Interaktion individuell anzupassen und die Ko-Adaptation von Mensch und Technik zu erforschen.

Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen die Grundlage für evidenzbasierte Neurotechnologien und neue Rehabilitationsstrategien. Damit leistet BIONIK einen Beitrag zur Verbesserung von Selbstständigkeit, Teilhabe und langfristiger Versorgung von Menschen mit neurologischen Einschränkungen.

Laufzeit2026/04 – 2029/03
Ansprechpartner am FAPSNico Weber (M.Sc.)
Partnern-squared-lab (AIBE)
FördererBundesministerium für Bildung und Forschung (BMFTR)